30. Jahrestagung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie e. V.

Auch mit Querschnittlähmung geht es weiter! Eine Standortbestimmung gestern, heute und morgen!
Schirmherr: Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg
17. - 20. Mai 2017 • Ulm

30. Jahrestagung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie e. V.

Auch mit Querschnittlähmung geht es weiter! Eine Standortbestimmung gestern, heute und morgen!
Schirmherr: Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg
17. - 20. Mai 2017 • Ulm

Kongressdetails

Grußwort der Tagungsleitung

Dr. med. Yorck-Bernhard Kalke MBA

Liebe DMGP´ler und an der 30. Jahrestagung der DMGP Interessierte,

der 30. Hochzeitstag ist die Perlenhochzeit und solch eine Perle stellt auch unsere Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegie dar. Bereits in den Anfängen wurde Wert auf die partnerschaftliche und multiprofessionelle Zusammenarbeit aller in der Behandlung Querschnittgelähmter beteiligten Berufsgruppen gelegt. Heute wird die DMGP von der Tätigkeit, dem Wissen und der Erfahrung der jeweiligen Arbeitskreise getragen, die im Vorfeld der Jahrestagung am 17. und 18. Mai 2017 zusammenkommen werden.

Unsere Jubiläumstagung vom 18. bis 20. Mai 2017 wird beweisen, dass es auch mit Querschnittlähmung weitergeht. Hierbei wird auf Historisches, Gegenwärtiges und Zukünftiges eingegangen werden. Die ausgesuchten Schwerpunktthemen bieten genauso wie unsere Sponsoren und Aussteller und die Einbeziehung von ASBH, ISPRM und ISCoS sicherlich ein abwechslungsreiches Programm.

Festredner werden der Benediktinerpater Anselm Grün und der Neuro-Wissenschaftler Manfred Spitzer, unsere internationalen Festgäste Nazirah Hasnan aus Malaysia, Stephen Muldoon aus Nordirland und Francois Theron aus Südafrika sein. Jeanne Altfeld wird für die musikalische Unterhaltung sorgen. Denn eine Jahrestagung der DMGP bedeutet zugleich Freunde und Freude.

Tagungsort über die gesamten Tage wird das barrierefreie Congress Centrum Ulm sein. Dies hat den Vorteil, dass wir uns alle unter einem Dach treffen und damit die Wege zueinander, aber auch in die Ulmer Innenstadt am Donauufer entlang äußerst kurz sind, denn es gilt die Geburtsstadt von Albert Einstein mit dem höchsten Kirchturm und dem berühmtesten Spatzen der Welt kennenzulernen.

Das gesamte Team des Querschnittgelähmtenzentrums Ulm freut sich auf Sie!
Ihr

Dr. med. Yorck-Bernhard Kalke MBA
Sektionsleiter Querschnittgelähmtenzentrum Ulm
Orthopädische Universitätsklinik Ulm am RKU
2. Vorsitzender DMGP

Grußwort des Ministers für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Manfred Lucha MdL

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Ihrer 30. Jubiläumstagung darf ich Ihnen die besten Grüße der Landesregierung übermitteln.

Ihre Fachgesellschaft verfolgt das Ziel, umfassende Kenntnisse über die Behandlung von Querschnittgelähmten zu verbreiten. Zukunftsweisend ist dabei Ihr seit dem Beginn bestehender partnerschaftlicher und multiprofessioneller Ansatz. Er sieht vor, dass alle Berufsgruppen, die in der Behandlung und Rehabilitation Querschnittgelähmter beteiligt sind, einbezogen werden. Damit zeigen Sie beispielhaft auf, wie eine gelungene Vernetzung von Akteuren im Gesundheitswesen aussehen kann.

Wir können zu Recht stolz auf die derzeitige medizinische Versorgung in Baden-Württemberg sein. Dennoch müssen wir uns auch den Anforderungen der Zukunft stellen. Dafür ist es wichtig, dass sämtliche an der Patientenversorgung Beteiligte gemeinsame Anstrengungen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung unternehmen und im Interesse der Patientinnen und Patienten konstruktiv zusammenarbeiten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung engagierte Diskussionen und fruchtbare Ergebnisse.

Ihr

Manfred Lucha MdL
Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Grußwort der 1. Vorsitzenden der DMGP

Dr. med. Marion A. Saur

Liebe Mitglieder und Freunde der DMPG,

unsere diesjährige Jubiläumstagung ist ein guter Anlass, um das Thema Querschnittlähmung, die Behandlung und mögliche Heilung sowie die gesellschaftlichen und sozialen Aspekte aus der Sicht der Betroffenen, der Ärzte und Therapeuten sowie des gesamten Umfeldes ganzheitlich näher zu betrachten. Wie war es in der Vergangenheit, an welchem Punkt stehen wir heute, und was werden unsere Aufgaben für die Zukunft sein, wenn es darum geht, den Patienten und Angehörigen bestmöglich zu helfen und ihre Situation nachhaltig zu verbessern?

Eine Querschnittlähmung ist nicht das Ende. In der Vergangenheit war es aber die gängige Ansicht, dass solcherart Behinderte keine Leistung mehr bringen können und auch sonst vom Leben ausgeschlossen sind. Unser Tagungsort, die wunderschöne Wissenschaftsstadt Ulm, ist die Geburtsstadt von Albert Einstein, dessen Arbeit unser Weltbild revolutionierte. Nicht minder berühmt ist der an ALS leidende Physiker Stephen Hawking, der mindestens ebenso bahnbrechende Erkenntnisse zu unserem Verständnis vom Universum beisteuerte. Als die Krankheit bei ihm diagnostiziert wurde, gaben ihm die Ärzte seinerzeit nur noch wenige Monate zu leben.

Anfang des Jahres konnte Hawking seinen 75. Geburtstag feiern. Sein Beispiel zeigt uns, dass ein Mensch trotz extremster Einschränkungen – mittlerweile kann Hawking nur noch seine Augen bewegen – nicht nur Höchstleistungen erbringen, sondern auch seinen persönlichen Traum, seine ganz eigene Vision leben und verwirklichen kann. Das allerdings ist nur möglich, wenn der Mut zum Leben und der Wille zum Weitermachen da sind. Und wenn – wie bei Hawking – die entsprechenden individuellen Hilfsmittel bereitgestellt werden können, um ein Weiterleben im besten Sinne des Wortes möglich zu machen. 

Dafür müssen wir sorgen, dafür müssen wir uns stark machen. Das ist nicht nur unsere Verpflichtung den Betroffenen gegenüber, sondern auch ein Vermächtnis unserer Vorgänger, wie zum Beispiel Sir Ludwig Guttmann, die uns den Weg gezeigt haben. Wir müssen für die Akzeptanz der Menschen mit dieser Behinderung in der Gesellschaft, für ihre Inklusion, für ihre Teilhabe weiter kämpfen.

Kein Mensch mit Querschnittlähmung ist wie der andere, die notwendigen Hilfsmittel müssen also ebenso individuell wie die jeweilige Behinderung selbst sein. Darum kann es keine Versorgung „von der Stange“ geben. Eine individuelle Versorgung ist leider aber auch immer eine Frage des Geldes. Wir müssen darum verstärkt und nachhaltig für eine adäquate Kostenerstattung eintreten. Ein lebenswertes Leben mit Querschnittlähmung darf nicht von den finanziellen Mitteln des Patienten abhängen. 

Weiterhin müssen wir uns bei der Politik und in der Forschung dafür stark machen, dass die Lähmung heilbar wird. Ein Baustein auf diesem Weg zur Heilung innerhalb des ersten Zeitfensters ist das an einigen großen Zentren in diesem Jahr laufende NISCI-Programm (Nogo-Inhibitors in Spinal Cord Injury). Der Weg mag lang und mühsam sein, aber das Ziel ist mehr als lohnend.

Ich wünsche uns eine spannende und erkenntnisreiche Tagung, die uns für diese wichtige Arbeit weiteren Ansporn und Energie geben wird!

Ihre

Marion Saur
Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
CAS in Healthcare HSG
Chefärztin Zentrum für Tetra- und Paraplegie
Ärztliche Direktorin Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau gemeinnützige GmbH
1.Vorsitzende der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie e.V. (DMGP)

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Ulm

Gunter Czisch

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Tagungsgäste!

Es ist mir eine große Freude, Sie anlässlich Ihrer Jahrestagung bei uns begrüßen zu dürfen.

Sie kommen in diesem Jahr zu Ihrem 30. Jahrestreffen zusammen, und es ist aus meiner Sicht eine besonders erfreuliche Koinzidenz der Ereignisse, dass Sie sich für dieses „Jubiläumstreffen“ für Ulm als Tagungsort entschieden haben, denn auch die Ulmer Universität kann in diesem Jahr ein Jubiläum feiern: Sie wird 50 Jahre alt – was für eine Universität ja eher noch ein „jugendliches Alter“ ist.

Unsere Universität ist Kern der Wissenschaftsstadt Ulm, einem weit gespannten Netzwerk aus Hochschulen, Kliniken und Forschungseinrichtungen. Die Wissenschaftsstadt ist „Motor“ der Region und neben dem Ulmer Münster, Albert Einstein -der 1879 in Ulm geboren wurde- und der Hochschule für Gestaltung (hfg) zum weiteren Markenzeichen Ulms geworden.

Ich hoffe, dass Ihre Tagung Sie fachlich durch interessante Foren und anregende Diskussionen bereichert, dass Sie aber auch Gelegenheit haben werden, unser Ulm mit seinen spannenden Kontrasten aus Alt und Neu, Geschichte und Gegenwart etwas näher kennen zu lernen. Herzlich willkommen in unserer schönen Stadt!

Gunter Czisch
Oberbürgermeister

Grußwort des Ärztlichen Direktors

Prof. Dr. med. Heiko Reichel

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Ulm ist es mir eine große Freude und Ehre zugleich, dass die 30. Jahrestagung der DMGP 2017 in der Universitätsstadt Ulm stattfindet und von dem hiesigen Querschnittgelähmtenzentrum unter der Leitung von Herrn Dr. Kalke und seinem Team ausgerichtet wird.

Das Querschnittgelähmtenzentrum der Orthopädischen Universitätsklinik Ulm ist fester Bestandteil des Arbeitskreises Querschnittlähmungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, der mit 11 anderen Arbeitskreisen der DMGP im Rahmen Ihrer Tagung zusammenkommen wird. Allein die Zahl von 12 Arbeitskreisen zeigt die vielseitige interdisziplinäre Struktur der DMGP, zu der ich Ihnen als amtierender Pastpräsident der DGOU und DGOOC nur gratulieren kann.

Ganz besonders hat mich als Präsident des letzten Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie mit über 11.000 Teilnehmern im Oktober 2016 in Berlin gefreut, dass die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegie als Sektion der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) aktiv zum Erfolg des DKOU 2016 beigetragen hat.

Ich wünsche Ihnen für Ihre Jahrestagung im barrierefreien Congress Centrum Ulm einen fruchtbaren, kollegialen und patientenorientierten Austausch und bin mir sicher, dass es dank Ihres großen Einsatzes getreu Ihrem Kongressmotto auch zukünftig mit Querschnittlähmung weitergehen wird.

Seien sie herzlich willkommen!
Ihr
Prof. Dr. med. Heiko Reichel                                      
Ärztlicher Direktor                                        
Orthopädische Universitätsklinik Ulm am RKU
Vizepräsident der DGOU und DGOOC

Grußwort der Pflegedirektorin, RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm gGmbH

Helene Maucher

Sehr geehrte Kongressteilnehmer,
sehr geehrte liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte liebe DMGP´ler

herzlichen Glückwunsch zur 30-jährigen erfolgreichen Arbeit für die bestmögliche Betreuung von Patienten mit Querschnittslähmung.

Gerade die jahrelange Zusammenarbeit in den Arbeitskreisen und die persönlichen Kontakte haben dazu beigetragen, dass die multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit aller in der Behandlung Querschnittgelähmter beteiligten Berufsgruppen ihren Fokus auf eine partnerschaftliche Beziehung mit den Patienten und ihren Familien stellen („relationship based care“).

Ich freue mich sehr, dass zahlreiche Pflegende als Referenten am Kongress teilnehmen und dass sich die Pflege als Disziplin, die 24 Stunden am Tag am Patientenbett ist und ihre Kompetenzen im interdisziplinären Team einbringt. Zunehmend bildete sich über die Jahre in der Pflege eine Spezialisierung. Durch Expertenwissen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Studienmöglichkeiten entstanden neue Aufgabenfelder für die Pflege. Diese sind für Patienten und ihren Angehörigen nützlich, aber auch im interdisziplinären Team. Beispielhaft sind die Etablierung der Atemtherapie, die Kontinenz- und die Sexualberatung am RKU zu nennen.

Insgesamt kann gesagt werden, dass sich der DMGP mit seiner Vielfalt an Themen zur Oase des Wissensmanagements im Querschnittgelähmtenbereich entwickelt hat, wobei neben der wissenschaftlichen Fundierung nicht zuletzt das „best verfügbare Wissen“ an „die individuellen Patientenbedürfnisse“ angepasst werden – eben evidence-based nursing.

Danke an dieser Stelle auch an alle Kollegen der Querschnittsgelähmtenzentrum für ihre Zusammenarbeit. Insbesondere ein Dank an das Querschnittgelähmtenzentrum Notwill, die den Mitarbeitern des RKU eine länderübergreifende Teamhospitation ermöglicht haben, auf Grund ihrer Offenheit. Diese länderübergreifende Hospitation wird durch die Robert Bosch Stiftung gefördert.

Wir freuen uns auf die Gegenhospitation der Kollegen aus Notwill am Querschnittgelähmtenzentrum in den RKU, im Anschluss an den DMGP-Kongress.

Ich freue mich sehr Sie zur 30. Jahrestagung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie e. V. - Auch mit Querschnittlähmung geht es weiter! Eine Standortbestimmung gestern, heute und morgen - in Ulm beim Kongress und auch an den RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm begrüßen zu dürfen.

Ihre

Helene Maucher
M.Sc., Diplompflegewirtin GUK
RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm gGmbH